Spezialschulung Großtierrettung in Dorfen
Wie gelingt die sichere Rettung von verunglückten Pferden und Kühen? Die Feuerwehr Dorfen lieferte bei einer intensiven Spezialschulung unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Andreas Spindler und mit Unterstützung erfahrener Experten die passenden Antworten und praxisnahe Lösungskonzepte.
DORFEN. Die Rettung verunglückter oder hilfloser Großtiere wie Pferde und Kühe stellt Feuerwehren regelmäßig vor enorme logistische und sicherheitstechnische Herausforderungen. Um diese anspruchsvollen Einsätze professionell und tierschutzgerecht abzuwickeln, fand am 29. August 2026 bei der Freiwilligen Feuerwehr Dorfen unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Andreas Spindler eine spezialisierte Schulung zur Großtierrettung statt. Die Ausbildung baute auf den Erfahrungen einer gleichartigen Schulung auf, die am 13. September bei der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen durchgeführt worden war. Damals wie heute stand die Vermittlung von fundiertem Fachwissen im Zentrum, um verängstigte Tiere sicher zu bergen und Gefahren für die Einsatzkräfte zu minimieren.
Anknüpfend an die etablierten Inhalte vermittelte die Schulung in Dorfen den Teilnehmern sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fertigkeiten im Umgang mit schwerem Rettungsgerät. Im Fokus standen dabei Fädel- und Zugtechniken, der fachgerechte Einsatz von Spezialwerkzeug sowie Methoden zum sicheren Sichern der Tiere. Besonders hervorgehoben wurde die unerlässliche Zusammenarbeit mit Veterinären. Dass dieser Aspekt eine zentrale Rolle spielt, hatte bereits die Ausbildung in Burghausen gezeigt, die von der Tierärztin Dr. Josefa Eisenreich fachlich begleitet worden war. Auch die feuerwehrtechnische Expertise externer Fachstellen bildet das Fundament dieser Ausbildung, wie der Einsatz der Kräfte der Feuerwehr Pörring aus dem benachbarten Kreisfeuerwehrverband Rottal-Inn zeigt, die als anerkannte Fachstelle für Großtierrettung ihr umfassendes Know-how einbringen.
Die praktische Umsetzung der erlernten Techniken erfolgte mithilfe eines lebensgroßen Dummys, an dem das Anlegen von Rettungsgurten und das koordinierte Zusammenwirken der Kräfte gefahrlos trainiert werden konnte. Neben den Mannschaftsgraden nutzten auch Vertreter der Kreisbrandinspektion die Gelegenheit, um sich über die hohen Anforderungen und die notwendige Spezialisierung in diesem Einsatzbereich zu informieren. Für eine erfolgreiche Großtierrettung bleibt zudem das Zusammenspiel verschiedener Einheiten entscheidend, was sich bereits in der Kooperation mit der Feuerwehr Altötting zeigte. Diese nimmt aufgrund ihres Wechselladers mit Kran eine Schlüsselrolle bei der Bergung überschwerer Lasten ein. Durch die erfolgreiche Wiederholung der Schulung bei der Feuerwehr Dorfen unter der Regie von Andreas Spindler konnte die tierschutzgerechte Gefahrenabwehr in der Region weiter gestärkt und auf eine breite fachliche Basis gestellt werden.
Bericht: KBM M. Piechotka
















