Fortbildung zu Wasserstoffzügen: Einsatzkräfte bereiten sich in Altötting auf neue Antriebstechnologien der Deutschen Bahn vor

Was, wenn ein mit Wasserstoff betriebener Zug verunfallt? Muss man sich Szenarien wie das Unglück der Hindenburg vorstellen? – Die Deutsche Bahn klärt Feuerwehr Führungskräfte auf.

ALTÖTTING. Im Zuge der anstehenden Umstellung auf klimafreundliche Antriebstechnologien setzt die Deutsche Bahn künftig auch im Streckennetz rund um Mühldorf und Burghausen auf modernste Wasserstoffzüge. Um auf mögliche Zwischenfälle mit den neuartigen Fahrzeugen optimal vorbereitet zu sein, fand Ende Juli am Bahnhof Altötting eine gezielte Fortbildung für die örtlichen Feuerwehrführungskräfte statt.

Ziel der Schulung war es, den Verantwortlichen ein fundiertes Verständnis für die technischen Besonderheiten und die spezifischen Sicherheitsanforderungen der Wasserstofftechnologie im Schienenverkehr zu vermitteln. Unter der Fachleitung von Dozenten der Deutschen Bahn erhielten die Teilnehmer detaillierte Einblicke in den Aufbau der Zuggarnituren sowie in die genaue Lage und Funktionsweise der verbauten Wasserstoffkomponenten. Im Mittelpunkt standen dabei klare Handlungsanweisungen für den Ernstfall: Neben konkreten einsatztaktischen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadensbekämpfung wurden die standardisierten Abläufe bei Störungen und Unfällen ausführlich erörtert.
Aufgrund der räumlichen Relevanz des künftigen Einsatzgebiets richtete sich die Fortbildung gezielt an die zuständigen Gebietskreisbrandmeister sowie die Kommandanten und stellvertretenden Kommandanten der betroffenen Feuerwehren aus Tüßling, Altötting, Kastl, Burgkirchen, Dorfen, Raitenhaslach und Burghausen. Durch den direkten Austausch mit den Fachexperten der Bahn konnten die Führungskräfte wertvolles Spezialwissen erwerben, um im Schadensfall eine schnelle, koordinierte und sichere Gefahrenabwehr entlang der Bahnstrecken zu gewährleisten.