190 Jugendliche meistern die Kreisjugendfunkübung in Perach
Bei der Kreisjugendfunkübung bewies der Feuerwehrnachwuchs aus 24 Gemeinden an ebenso vielen Stationen sein Können und meisterte komplexe Funkaufgaben im Digitalfunk.
Reischach / Perach. Eine logistische und funktechnische Meisterleistung lieferte der Feuerwehrnachwuchs des Landkreises Altötting ab: Insgesamt 24 Jugendfeuerwehren unter der Leitung ihrer Jugendwarte und Betreuer rückten mit 26 Fahrzeugen zur diesjährigen Kreisjugendfunkübung aus. Am Start- und Zielpunkt, dem Badesee in Perach, kamen inklusive Übungsleitung, Helfern und Ehrengästen rund 240 Personen zusammen.
Ausgerichtet wurde die Großübung von den Jugendfeuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Reischach (Endlkirchen, Erlbach, Perach, Reischach) und ihren Jugendwarten, in enger Zusammenarbeit mit der Kreisjugendfeuerwehr um den stellvertretenden Kreisjugendwart Christian Kiefinger.
Funkdisziplin und 24 Ausbildungsstationen
Innerhalb von 2 Stunden und 15 Minuten mussten die Jugendlichen im gesamten Gebiet 24 Stationen anfahren und Aufgaben lösen. Die Herausforderung dabei: Je nach Gemeindegebiet waren die Fahrzeuge auf drei verschiedenen Funkgruppen aufgeteilt. Beim Überschreiten der Gemeindegrenzen mussten die Jugendlichen die Funkgruppe selbstständig wechseln und die Statusmeldungen korrekt absetzen.
Gesteuert und überwacht wurde der gesamte Funkverkehr durch den Einsatzleitwagen „Garching 12/1“ und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) unter der Leitung von Kreisbrandmeister (KBM) Matthias Buchner. Als mobile Einsatzzentrale diente der Abrollbehälter Besprechung (AB-Besprechung), der von den Kameraden der Feuerwehr Altötting betreut wurde.
Breites Ausbildungsspektrum
Die Stationen boten den Jugendlichen einen tiefen Einblick in das breite Spektrum des Blaulichtwesens:
-
Erste Hilfe & Rettung: Das BRK Reischach forderte die Jugendlichen beim Auffinden einer verletzten Person und der Reanimation. Die Wasserwacht Perach präsentierte ihr Material, ein Boot sowie eine Drohne.
-
Feuerwehrtaktik & Technik: Auf dem Plan standen das Vorgehen bei einer Brandmeldeanlage (BMA) inklusive Nutzen von Feuerwehrlaufkarten, die Gefahren eines Fettbrandes sowie der Einsatz eines Mehrzweckzuges.
-
Spezialeinsätze: Neben dem Nutzen von Geräten zur Waldbrandbekämpfung wurde im Bereich der Technischen Hilfeleistung (THL) der fachgerechte Unterbau eines Unfallfahrzeuges geübt.
Hoher Besuch überzeugt sich von der Leistungsfähigkeit
Das enorme Engagement der Jugendlichen zog auch zahlreiche Ehrengäste an. Reischachs Bürgermeister Alfred Stockner und Erlbachs Bürgermeisterin Monika Meyer machten sich vor Ort ebenso ein Bild von der Ausbildung wie Bernhard Thöni, Leiter des Sachgebietes Katastrophenschutz am Landratsamt Altötting.
Seitens der Kreisbrandinspektion verfolgten Kreisbrandinspektor (KBI) Andreas Spindler, KBM Thomas Mühlbauer (Funkausbildungsleiter) und KBM Stephan Langschartner (in seiner Funktion als ehemaliger stellv. Kreisjugendwart) die Übung an den Stationen und in der Übungsleitung.
Nach der anstrengenden Funkübung zogen die Verantwortlichen bei einer kurzen Nachbesprechung am Peracher Badesee durchwegs positive Bilanz. Zum Abschluss gab es für alle Teilnehmer eine verdiente Brotzeit.














