KFV Altötting: Fachbereich 5 formiert Arbeitsgruppe zur Vegetationsbrandbekämpfung
Spätestens der jüngste Großwaldbrand in Ruhpolding macht deutlich, wie wichtig eine perfekt koordinierte Vegetationsbrandbekämpfung ist – der KFV Altötting stellt hierfür jetzt die Weichen.
Die zunehmende Trockenheit und die daraus resultierende Gefahr von Wald- und Flächenbränden stellt die Feuerwehren auch im Landkreis Altötting vor neue Herausforderungen. Um hier strukturiert gegenzusteuern, traf sich kürzlich die „Arbeitsgruppe Vegetationsbrandbekämpfung“ des Kreisfeuerwehrverbandes zu einer Arbeitstagung.
Die Fachbereichsarbeit im KFV dient primär dazu, Expertise zu bündeln, einheitliche Standards zu schaffen und die Freiwilligen Feuerwehren (FF) vor Ort optimal zu unterstützen. Mittlerweile engagieren sich im gesamten Fachbereich 5 (Einsatz, Katastrophenschutz, Zivilschutz) unter der Leitung von Kreisbrandmeister (KBM) Stephan Langschartner 28 Feuerwehrdienstleistende aus dem gesamten Landkreis. Das System lebt vom Mitmachen: Jeder interessierte Feuerwehrler ist zur Mitarbeit willkommen.
Strukturierte Katastrophenhilfe in vier Schwerpunkten
Um die vielfältigen Aufgaben im Katastrophenschutz effizient abzuarbeiten, ist der Fachbereich 5 in vier spezialisierte Arbeitsgruppen unterteilt. Jede Gruppe besteht aus sieben Einsatzkräften und wird von einem Arbeitsgruppenleiter geführt:
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Sturmkatastrophen
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Schnee- und Hochwasserkatastrophen
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Stromausfall / Blackout
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Vegetationsbrandbekämpfung (Leitung: Markus Gumpendobler, stellv. Kommandant der FF Winhöring)
Die Kernpunkte der aktuellen Tagung zur Vegetationsbrandbekämpfung:
Unter der Führung von Markus Gumpendobler befasste sich die Arbeitsgruppe mit den konkreten Vorbereitungen für die kommenden Sommermonate, um die Wehren im Landkreis auf Szenarien wie den jüngsten Großbrand im benachbarten Ruhpolding vorzubereiten:
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Aktueller Stand im Landkreis: Analyse der bestehenden Fähigkeiten und Gerätschaften zur Vegetationsbrandbekämpfung der einzelnen Feuerwehren im Kreisgebiet bei der Bekämpfung von Flächenbränden.
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Fachempfehlung für die FF: Ausarbeitung einer einheitlichen taktischen Fachempfehlung. Damit erhalten die Wehren im Landkreis einen klaren Leitfaden für den effizienten Einsatz im Gelände.
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Ergänzung der Ausstattung: Überprüfung des vorhandenen Materials. Es wurde konkret besprochen, welche Spezialausrüstung (wie beispielsweise Löschrucksäcke, spezielle Schlauchmaterialien oder mobile Faltbehälter für den Pendelverkehr) durch den Landkreis ergänzt und beschafft werden muss.
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Einsatzkonzepte: Weiterentwicklung übergreifender Konzepte für Großschadenslagen – insbesondere auch im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit spezialisierten Einheiten wie der Bergwacht im unwegsamen Gelände.
Durch die Ergebnisse dieser Fachbereichsarbeit wird sichergestellt, dass der KFV Altötting die Feuerwehren im Landkreis mit zeitgemäßen Konzepten und dem passenden Equipment für zukünftige Vegetationsbrände ausrüstet.







