Erfolgreiche Bewältigung einer Katastrophe – Stabsübung bei der Feuerwehr Altötting und im Landratsamt

Auch für größere Schadenslagen ist der Landkreis gewappnet. Dies zeigte sich auch in der vergangenen Übung des Krisenstabs.

ALTÖTTING. Am Abend des 17. September 2026 fand im Feuerwehrhaus Altötting eine großangelegte Stabsübung statt. Organisiert wurde die Ausbildungsveranstaltung durch die beim Landratsamt in der Abteilung Öffentliche Sicherheit bzw. Brand- und Katastrophenschutz angesiedelte Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK).
Angenommen wurde ein fiktives Großbrandereignis, das im Übungsverlauf kontinuierlich an Dynamik gewann und die Einbindung zahlreicher Feuerwehren erfordert hätte. Im weiteren Szenario spielte die Übungsleitung zusätzlich einen schweren Verkehrsunfall zwischen einem voll besetzten Omnibus und einem mit Rindern beladenen LKW.
Diese Komplexität forderte eine umfassende Koordinierung der Rettungsmaßnahmen über administrative und operative Strukturen. Um das Schadensausmaß effektiv zu bearbeiten, musste zunächst die offizielle Benennung eines Örtlichen Einsatzleiters (ÖEL) erfolgen, auf dessen Basis sich der Einsatzstab vollumfänglich konstituierte. An der
Übung beteiligten sich neben der Kreisbrandinspektion die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) Garching sowie die Kreiseinsatzzentrale (KEZ) Altötting. Ebenso nahmen weitere Hilfsorganisationen wie das Bayerische Rote Kreuz (u. a. mit Organisatorischem Leiter, Einsatzleiter Rettungsdienst und Leitendem Notarzt), das Technische Hilfswerk sowie die Wasserwacht teil. Diese Übung markierte eine Premiere: Erstmalig arbeiteten die verschiedenen Blaulichtorganisationen in dieser umfassenden Stabsstruktur zusammen, sodass der Stab nicht allein aus Kräften der Feuerwehr bzw. der Kreisbrandinspektion bestand. Der gesamte Übungsablauf lieferte wertvolle Erkenntnisse für künftige Reallagen. Zum Abschluss der gelungenen Übung kamen alle Beteiligten bei einer gemeinsamen Brotzeit zusammen, die vom Technischen Hilfswerk zubereitet und vom Landratsamt übernommen wurde.

Bericht- Manfred Maierhofer
stv. Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Altötting