Feuerwehrkräfte für den Strahlenschutzeinsatz bestens vorbereitet

35 Einsatzkräfte absolvieren Standortschulung Strahlenschutz bei der Feuerwehr Altötting

ALTÖTTING/ Am 21. Juli 2026 fand bei der Freiwilligen Feuerwehr Altötting die Fortbildung „Standortschulung Strahlenschutz“ statt. Insgesamt 35 Einsatzkräfte aus dem Landkreis nahmen an der Ausbildung teil, die von erfahrenen Dozenten der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried durchgeführt wurde.
Der Umgang mit radioaktiven Stoffen ist ein besonderes Einsatzgebiet der Feuerwehren. Radioaktive Materialien kommen in verschiedenen Einrichtungen und Industriebetrieben zum Einsatz und werden regelmäßig auf Straßen und Schienen transportiert. Kommt es zu einem Unfall mit solchen Stoffen, sind speziell ausgebildete Einsatzkräfte gefragt, um die Bevölkerung zu schützen und die Lage sicher zu bewältigen.
Für derartige Einsatzlagen halten die Feuerwehren Altötting, Burghausen und Burgkirchen spezielle Strahlenschutzausrüstung sowie moderne Messgeräte bereit. Um diese Geräte sicher und effektiv einsetzen zu können, sind regelmäßige Fortbildungen unerlässlich.
Zu Beginn der Schulung vermittelten die Ausbilder der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried die theoretischen Grundlagen des Strahlenschutzes. Dabei wurden unter anderem die Eigenschaften radioaktiver Stoffe, Schutzmaßnahmen sowie das taktische Vorgehen bei entsprechenden Einsatzlagen behandelt.
Im anschließenden praktischen Ausbildungsteil konnten die Teilnehmer ihr Wissen an mehreren Stationen vertiefen. Im Mittelpunkt stand dabei der sichere Umgang mit den speziellen Messgeräten, mit denen radioaktive Strahlung erkannt, gemessen und bewertet werden kann. Die Einsatzkräfte trainierten verschiedene Messverfahren und festigten den sicheren Umgang mit der vorhandenen Ausrüstung.
Den Abschluss der Fortbildung bildete eine realitätsnahe Einsatzübung. Unter den Augen der Dozenten mussten die Teilnehmer ein komplexes Einsatzszenario eigenständig abarbeiten. Dabei standen die Erkundung der Einsatzstelle, die Durchführung von Strahlungsmessungen sowie die taktischen Entscheidungen der Führungskräfte im Fokus. Im Anschluss wurde die Übung gemeinsam ausgewertet und wertvolle Hinweise für zukünftige Einsätze gegeben.
Die Teilnehmer zeigten sich mit der praxisnahen Ausbildung äußerst zufrieden. Die Fortbildung leistete einen wichtigen Beitrag, um die Einsatzkräfte auf seltene, aber besonders anspruchsvolle Einsatzlagen vorzubereiten und die hohe Einsatzbereitschaft im Landkreis Altötting weiter zu stärken.
Zum Abschluss bedankte sich der Organisator der Veranstaltung, Kreisbrandmeister Alois Wieser, bei allen ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden für ihre engagierte Teilnahme sowie bei den Dozenten der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried für die fachlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung. Sein Dank galt außerdem der Freiwilligen Feuerwehr Altötting für die Bereitstellung der Ausbildungsräume und die Unterstützung bei der Durchführung der Fortbildung.

Bericht: KBM Alois Wieser