Erfolgreiche CBRN-Großübung für die Sicherheit in unserer Region
Am Samstag, den 31. Januar 2026, verwandelte sich das Gebiet rund um den Forschungsreaktor in Garching b. München in ein großangelegtes Übungsszenario. Im Auftrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) trainierten die CBRN-Erkunder-Einheiten (CBRN ist eine Abkürzung für Chemisch, Biologisch, Radiologisch und Nuklear)
unserer Region gemeinsam, wie im Falle eines Stoffaustritts schnell und präzise gehandelt wird. Das Ziel war klar: Vorsorge und Sicherheit für die Bürger durch perfekt eingespielte Abläufe.
Der Tag begann bei der Freiwilligen Feuerwehr Neufahrn b. Freising wo die Einsatzkräfte tief in die fachliche Detailarbeit eintauchten. Hier wurde das Handwerk der Probenahme perfektioniert – vom Ziehen von Wasser- und Luftproben bis hin zu präzisen Wischtests auf Oberflächen und der Analyse von Bewuchs. Diese Arbeit erfordert höchste Konzentration, damit im Ernstfall exakte Daten für den Schutz der Bevölkerung vorliegen.
Anschließend wurde es ernst: Es wurden die Einheiten in eine Probenannahmestelle (im Feuerwehrhaus Neufahrn b. Freising), in eine Messleitstelle (ABC-Zug München Land) und in Erkundereinheiten aufgeteilt Die Feuerwehren aus Altötting, Schwindegg, Freising und der Stadt München waren dafür im Umkreis der vermeintlichen Unglücksstelle als Erkunder unterwegs. Unterstützt wurden sie dabei von den Kameraden aus Dietersheim und Ottenhofen, die sich bereits auf die Technik der spezialisierten Fahrzeuge vorbereiten, denn an diesen Standorten sollen möglicherweise ebenfalls CBRN-Erkunder stationiert werden. Ein besonderes Highlight war der Einsatz des neuen, vom Bund beschafften CBRN-Erkunder. Mit modernster Technik wurden mobile Gammastrahlungsmessgeräte aufgestellt und die Ortsdosisleistung gemessen. Besonders beeindruckend: Dank eines neuen digitalen Anbindungssystems wurden sämtliche Messwerte in Echtzeit an die Messleitstelle des ABC-Zugs München Land übermittelt.
Die gesamte Übung stand unter der fachkundigen Beobachtung der Regierung von Oberbayern, des LfU und der Analytischen Task Force Deutschland. Doch neben aller Technik und Theorie stand ein Faktor ganz besonders im Mittelpunkt: der kameradschaftliche Zusammenhalt. Da viele Einheiten zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammenarbeiteten, wurden wertvolle Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht. Dieser persönliche Draht zwischen den Feuerwehren ist im Ernstfall oft genauso wichtig wie die modernste Ausrüstung.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem LfU für die Einladung zu dieser lehrreichen Übung sowie der Feuerwehr Neufahrn b. Freising für die hervorragende Unterbringung und Bewirtung. Gestärkt mit viel neuem Fachwissen und dem guten Gefühl einer starken Gemeinschaft kehrten alle Teilnehmer abends an ihre Standorte zurück. Ihre Feuerwehren bleiben für Sie am Ball – technisch versiert und gemeinsam stark.
Bericht: Manfred Maierhofer







