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Eine ganz besondere Ausbildungsmöglichkeit haben zahlreiche Freiwillige Feuerwehren vergangenen Mittwoch am Simbacher Bahnhof wahrgenommen und den „Ausbildungszug Gefahrgut“ der Deutschen Bahn beübt.

Möglich gemacht hatte die Anreise des eigentlich in Berlin stationierten Sonderzuges die Kreisbrandinspektion des Landkreises Rottal-Inn. Fach-KBM Heiko Schedlbauer, welcher sich in der niederbayerischen Inspektion für den Bereich ABC-Gefahrstoff verantwortlich zeichnet, hatte in Zusammenarbeit mit DB-Notfallmanager Nikolai Mayer den Aufenthalt dieses außergewöhnlichen Übungsobjektes in Simbach organisiert. Auf Altöttinger Seite nahmen KBR Franz Haringer und KBM Vincenzo Bucci das Angebot postwendend dankend an, einen Tag lang auch die Freiwilligen Feuerwehren aus ihrem Inspektionsbereich an dem Übungszug ausbilden zu können.

Nachdem die Organisatoren - im wahrsten Sinne des Wortes - die Weichen richtig gestellt hatten und der Übungszug in Simbach stand, vervollständigten KBI Martin Estermaier und KBM Johannes Baumer das Team der Inspektion, welches die eintreffenden Feuerwehren in Empfang nahm. Unter der Einhaltung strenger Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen war man bestens dafür gerüstet, Maßnahmen bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe beim Transport im Schienenverkehr beüben zu können.

Der Ausbildungszug besteht aus drei Wagen. Im Unterrichtswagen mit einer coronabedingt reduzierten Anzahl von 10 Sitzplätzen fand zunächst der Theorieteil der Ausbildungseinheit statt. Der begehbare Schau-Kesselwagen ist aus mehreren Modellen zusammengesetzt und dient neben der Demonstration des Aufbaus auch der Erläuterung der Kennzeichnung und der Erklärung möglicher Armaturen verschiedenster Kesselwagenarten. Der Ausbildungszug wird von einem Übungskesselwagen mit 13 Leckagestellen vervollständigt. Zum Beüben muss der Wagen mit Wasser gespeist werden, welches über die verschiedenen undichten Stellen austritt und das Ausgangsszenario für die praktische Abschlussübung darstellt. Hier liegt es nun, wie auch im Einsatzfall, an den Feuerwehren selbst, Lösungen mit dem eigenen mitgeführten Abdicht- und Auffangmaterial zu finden, um die Leckage zu stoppen. Die jeweils gewählten Methoden waren hier ebenso vielseitig wie die dafür gebrauchten Gerätschaften und für alle Beteiligten war es äußerst aufschlussreich, auf welch unterschiedliche Art und Weise der Übungserfolg hergestellt werden konnte.

Äußerst zufrieden zeigte sich nach Abschluss der Ausbildung Kreisbrandrat Franz Haringer, welcher Ausbildungsstand und Equipment auch künftig in diese Richtung erweitern möchte. „Gerade im durch die Chemieindustrie geprägten Landkreis Altötting ist es wichtig, dass die Freiwilligen Feuerwehren auf diesem Gebiet qualifizierte Maßnahmen ergreifen können und dafür ausgebildet werden“, so Haringer abschließend.

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