Zahlreiche Vertreter aus Politik und von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben durfte Kreisbrandrat Werner Huber am 28. März anlässlich der Frühjahrsdienstversammlung der Kommandanten in Halsbach begrüßen.

Im vom Feuerwehrpfarrer Michael Brunn gestalteten Totengedenken gedachte man der verstorbenen Kameraden, ehe Martin Poschner als 1. Bürgermeister von Halsbach und Gastgeber sein Grußwort an die Versammlung richtete. Einen eindrucksvollen Tätigkeitsnachweis konnte Kreisbrandrat Werner Huber im Bericht der Kreisbrandinspektion vorstellen. Im Jahr 2016 mussten die 2.672 Feuerwehrdienstleistenden des Landkreises Altötting 1.907 Einsätze bewältigen. Diese gliedern sich in 184 Brände, 1.037 technische Hilfeleistungen, 148 Fehlalarme, 142 Sicherheitswachen und 396 sonstige Tätigkeiten. Das Verhältnis der technischen Hilfeleistungen zu Bränden lag bei 5,63 zu 1. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Einsatzzahl im Jahr 2016 um 194. Eine besondere Herausforderung stellte die Flutkatastrophe im Nachbarlandkreis Rottal-Inn dar. Im Rahmen eines Hilfeleistungskontingentes des Landkreises Altötting beteiligten sich 495 Einsatzkräfte aus 23 Wehren an dem Tage dauernden Einsatz.



Die Einsätze aus dem vergangenen Jahr zeigen auch, wie vielseitig und fundiert die Feuerwehrkräfte auf diese durch Ausbildung vorbereitet sein müssen. Neben der Ausbildung an den staatlichen Feuerwehrschulen trug die Ausbildung an den Kreisausbildungsstellen wieder einen wichtigen Beitrag zur Qualifikation der Einsatzkräfte bei. An den Kreisausbildungsstellen durchliefen im Vorjahr 2.076 Kameradinnen und Kameraden eine Ausbildung. Ein Jubiläum konnte hierbei die Kreisausbildungsstelle Neuötting mit dem 50. Maschinistenlehrgang feiern. Seit 1985 haben über 1.100 Aktive diese Ausbildung durchlaufen.
Ein Meilenstein war die Einführung des Digitalfunks. Am 4. Oktober 2016 wagte man den Eintritt in das digitale Funkzeitalter, was aufgrund umfangreicher Vorbereitung und Ausbildung bis heute zu keinen nennenswerten Problemen geführt hat.

Eindrucksvolles und Erfreuliches konnte Kreisjugendwart Rupert Maier im Bericht der Kreisjugendfeuerwehr vortragen. So waren in den Jugendfeuerwehren des Landkreises im letzten Jahr 478 Jugendliche aktiv, um sich altersgerecht an den Feuerwehrdienst heranführen zu lassen. Im Vergleich zu 2015 bedeutete dies einen Zuwachs von 11 %. 160 Jugendliche absolvierten den Wissenstest. Ein weiterer Höhepunkt war die Jugendfunkübung mit 120 Teilnehmern in Garching. Die Kreisjugendfeuerwehr darf in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern, wozu im Herbst eine altersgerechte Übung größeren Ausmaßes anberaumt wird.

Kassier Thomas Halmbacher informierte die Versammlung über die Kassenbewegungen und Haushaltspläne. Ihm wurde von den Kassenprüfern eine vorbildliche Arbeit bescheinigt. Als neue Kommandanten stellten sich Alois Wieser jun. (FF Altötting) und Jürgen Eder (FF Mehring) vor. Im Anschluss daran war der Zeitpunkt gekommen, Mitglieder zu ehren, die sich in besonderem Ausmaß um das Feuerwehrwesen verdient gemacht haben. Markus Falter (FF Neuötting) erhielt die Ehrennadel des KFV Altötting. Stephan Laumann (FF Emmerting) und KBM Dr. Michael Gerstorfer wurden mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet; Thomas Mühlbauer mit dem Bayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold. Josef Putz (FF Neuötting) erhielt für seine 30-jährige Tätigkeit als Ausbilder eine Dankurkunde. KBI Josef Fellner wurde bereits im Vorfeld zum Ehrenkreisbrandinspektor ernannt.
Landrat Erwin Schneider dankte in seinem Grußwort allen Anwesenden. „Auch die heutige Versammlung ist eine eindrucksvolle Präsentation, wie stark, kompetent und schlagkräftig die Feuerwehren in unserem Landkreis arbeiten“, so Schneider. Josef Jung (BRK), 1. Polizeihauptkommissar Georg Nieß und Martin Wilske (Werkfeuerwehrverband Bayern) lobten in Ihren Grußworten die organisationsübergreifend gute Zusammenarbeit.

Am Ende nahm KBR Werner Huber noch Ausblick auf ein besonderes Ereignis, das den Feuerwehren des Landkreises in diesem Jahr noch bevor steht. Die Landesverbandsversammlung des LFV Bayern wird vom 15.-16. September erstmals im Landkreis Altötting abgehalten. Innenminister Joachim Herrmann wird anlässlich der Verbandsversammlung die diesjährige Feuerwehraktionswoche am Altöttinger Kapellplatz eröffnen. „Ich bin bereits heute davon überzeugt, dass diese Versammlung ein großer Erfolg für uns alle wird und dass wir bei den teilnehmenden Führungskräften aus ganz Bayern in bester Erinnerung bleiben werden“, erklärte KBR Huber abschließend.

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